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Epilog

Liebevoll betrachtet ist ein L-Dreißiger ähnlich einer Frau, wohlgeformt.
Ein hölzernes offenes Kielboot, daß sehr viel Freude bringen kann.

Und bei leichtem Wind gleitend im Wasser.
Ein leises blibb, - blibb der Wellen am Bug.
Sonne wärmt meinen Rücken und über mir Segel, endlos der Mast.
Lieber Nachmittag vergehe nie.
Unsterblich scheint Zeit.

Vor dem Wind stromauf an Niederwalluf vorbei.
Nach hinten blickend dunkle Wolken über dem Rhein, - Wind nimmt zu, was eine Fahrt.

Böen schlagen ein, daß Schiff fängt an zu geigen und läuft und läuft.
In mir schreit es reffen - reffen, zu spät.
Fockschot los, in den Wind. Segel knallen, Leinen schlagen wild, Krach ringsrum.

Alle Segel geborgen, Friede, obwohl Gewitter.
Vor Top und Takel stromauf.
Dich liebe ich Gebändigte.

Stunden vergangen, der Anker hält im Strom.
Mond, du Voller, silberhell das Wasser glänzt.
Ruhig nun Natur, sanftes Dunkel.
Kinder sind geboren, auch aus dieser jener Nacht.

MB
Jahr 2000